Papiermacher-BG & RS: Partner für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz
Schulung der Papiermacher Berufsgenossenschaft für Sicherheitsfachkräfte in den Unternehmen zum Thema:
„Sicheres Regeln und Fördern in der Papierindustrie“
– Prävention von Arbeitsunfällen auf dem Gebiet Schlauchleitungen und Armaturentechnik –
Referent:
Dr. Jens Reppenhagen, Geschäftsführer der RS Roman Seliger Armaturenfabrik GmbH (Norderstedt bei Hamburg)
Schlauch- und Armaturentechnik im Fokus
Wenn die Prävention von Arbeitsunfällen irgendwo „zuhause“ ist, dann bei den Berufsgenossenschaften. Regelmäßige Fort-bildungsmaßnahmen sorgen dafür, dass dies auch so bleibt. So lud die Papiermacher-BG (Mainz) Sicherheitsfachkräfte zur Schulungsveranstaltungen nach Gernsbach, Heimbuchenthal, Balve, Bad Wörishofen, Chemnitz und Bispingen. Ein Thema: “Schlauchleitungen im Fokus von Druckgeräterichtlinie und Betriebssicherheitsverordnung“. Dr.-Ing. Jens Reppenhagen, Geschäftsführer RS Roman Seliger (Norderstedt bei Hamburg) informierte die insgesamt mehr als 300 Teilnehmer, wie sich mit Produkten aus seinem Haus die Sicherheit im Prozess deutlich erhöhen lässt.
Schutz und Prävention kombiniert
Was in der Papierindustrie durch Schlauchleitungen geleitet wird, ist, wenn es sich nicht gerade um Wasser handelt, selten harmlos. Kommen diese Medien aufgrund von Leckagen oder unzureichender persönlicher Schutzausrüstungen mit der Haut in Berührung, kann das zu Schädigungen der Haut führen. Deshalb sollten Sicherheitskupplungen zu Recht Stand der Technik sein. Geeignete Armaturen können nicht nur Arbeitsunfälle verhindern, sondern auch Schäden an der Umwelt und an den Anlagen. Wie, das erklärte RS-Geschäftsführer Dr.-Ing. Jens Reppenhagen bei der Vorstellung des RS-Sicherheitsprogramms.
Sicherheit fängt beim Einkauf an
Dabei liegt das Problem nicht selten im Einkauf – Stichwort Billigprodukte („Funktioniert doch!“). Häufig genug entscheidet dieser sich ohne Berücksichtigung der Bewertung des Preis-/Leistungs-verhältnisses nur aufgrund des Preises für das ‚Billigprodukt’. Sicherlich in vielen Fällen, ohne sich der möglichen Risiken im Einsatz bewusst zu sein. Leider muss auch in sicherheitsrelevanten Bereichen immer erst etwas passieren, bevor die Bereitschaft da ist, Qualitätsprodukte einzusetzen. Ein weiterer Aspekt, der von manchen Betrieben aus Zeitgründen oder Sorglosigkeit vernachlässigt wird, ist die regelmäßige Kontrolle der Schlauchleitungen gemäß der Betriebssicherheitsverordnung. Kontrolle beugt vor – der “richtige“ Einkauf auch.
Stimmen zur Tagung:
Dipl.-Ing. Winfried Harren, Leiter Abteilung Prävention der Papiermacher-BG (Mainz):
“Ich bin sehr froh, dass wir für die Schulung einen hochkarätigen Experten gewinnen konnten, der so praxisnah und aktuell zum Thema Arbeitsicherheit referierte. Sicherheitsarmaturen gehören zu den Gliedern in der ‚Kette Unfallprävention’! So können Industrieausrüster mit hochwertigen Produkten und umfassendem Know-how maßgeblich zur Sicherheit am Arbeitsplatz beitragen.“
Dieter Rühmann, Projektleiter Produktionsoptimierung der Munksjö Paper GmbH (Aalen):
“Die Schulung hat mir noch einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig das Thema Schlauch- und Armaturentechnik im Betrieb unter dem Aspekt Sicherheit ist. Die Herausforderung ist, die vielen Möglichkeiten, die sich da eröffnen, ob die Dampftrockenkupplung, ob die Wahl der Kupplungsdichtungen, ob die Verladetechnik, im Betrieb umzusetzen.“
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Roland Maier, Technischer Aufsichtsbeamter der Papiermacher-BG (Mainz):
“In vielen Bereichen der Papierindustrie werden Schlauchleitungen eingesetzt. Zum Schutz der Mitarbeiter, insbesondere beim sicheren Fördern und Verladen von Gefahrstoffen, muss die Schlauch- und Armaturentechnik den geltenden Vorschriften entsprechen. Auch in diesen Bereichen werden Unfälle verursacht. Es kommt darauf an, in Zukunft auch diese Unfälle zu vermeiden. Und da sind Schulungen entscheidende Bausteine der Prävention.“
Bernd Goeke, Department Manager Health & Safety der UPM-Kymmene Papier GmbH & CO. KG (Schongau):
“Ich nehme aus diesem Vortrag für mich ganz konkret den Umsetzungsauftrag mit, mich darum zu kümmern, dass die Verladung von Natronlauge und Wasserstoffperoxid mit Hilfe von COSY soweit abgesichert wird, dass alles Menschenmögliche getan ist, um hier Verwechslungen auszuschließen. Und da ich mir als Feuerwehrkommandant gut ausmalen kann, was passiert, wenn so ein 100 m³-Tank in die Luft geht, will ich auch lieber vorher reagieren.“
Dr.-Ing. Erwin Brechtel, Technischer Aufsichtsbeamter der Papiermacher-BG (Mainz):
“Obwohl wir uns von jeher bemühen – wir entdecken doch immer wieder Verbesserungsmöglichkeiten, so wie heute im Bereich der Schlaucharmaturentechnik. Dabei liegen die Probleme aber nicht so sehr bei den von uns betreuten Industrieunternehmen. In der Hautsache sind die Tankwagenfahrer betroffen, die unter enormem Zeit- und Kostendruck stehen und häufig nicht einmal über die nötige PSA (Persönliche Schutzausrüstung) verfügen.“