Innovative Armaturentechnik

Der Parameter für Wertschöpfung im Produktionsprozess

Die Lebensadern moderner Anlagen in der Chemie- und Pharmaindustrie bildet das Netzwerk der medienführenden Schlauch- und Rohrleitungen. An ihr störungsfreies Funktionieren legen Betriebsingenieure zu Recht allerhöchste Maßstäbe an. Insbesondere an den Schnittstellen müssen die Komponenten Armatur, Schlauch/Rohr und Dichtung optimal zusammenpassen und zusammenwirken, damit der Medientransport im Sinne des Prozesses ohne Einschränkung funktioniert und es nicht zu Leckagen kommt. Auch Verunreinigungen in den Prozessen der Steriltechnik – etwa in der Pharmaindustrie – sind auszuschließen. Schließlich wird hier das lokale Problem einer Armatur über das Leitungsnetzwerk blitzschnell zum „globalen“, wenn Verunreinigungen erst einmal unkontrolliert durch den Kreislauf vagabundieren – ähnlich wie bei einem Computervirus. Wer kann es sich hier leisten, Schwachstellen „im Betriebssystem“ zu haben?

Die Verantwortlichen in Planung, Beschaffung und Wartung sind nicht zu beneiden. Es sei denn, sie hätten den richtigen Partner, der an die eigene Leistung mindestens den gleichen Anspruch stellt und dabei zugleich in der Lage ist, über den Tellerrand des eigenen Produktbeitrags zu schauen und zumindest für einen wesentlichen Teil des Prozesses das Ganze im Blick zu haben.


Sicherheitspartner in der Schlauchleitungs- und Armaturentechnik

Ein Kriterium, das für einen Premiumanbieter wie die RS Roman Seliger Armaturenfabrik GmbH zutrifft. Das weltweit agierende mittelständische Unternehmen mit Sitz in Norderstedt hat im Markt einen guten Namen als einer der technologisch führenden Hersteller auf dem Gebiet der Schlauchleitungs- und Armaturentechnik zum sicheren Fördern und Regeln von unterschiedlichen Medien. Nicht zuletzt, weil hinter der Marke RS eine Mannschaft von Ingenieuren steht, die zum Beispiel die besonderen Anforderungen der Chemie- und Pharmaanlagentechnik gleichsam von innen kennen, weil sie mit ihren Partnern vor Ort präsent sind, wo die Anlagen laufen (oder auch nicht), und weil sie die Gesprächspartner der Anlagentechniker und Prozessingenieure sind, wenn es zum Beispiel um die jeweils optimale Kupplung oder Regelarmatur geht. Nicht nur bezogen auf die Komponenten, die bei RS entwickelt werden, sondern bezogen auf den Gesamtprozess. Das ist auch die entscheidende Voraussetzung dafür, dass in der Entwicklung und Anwendungstechnik in hoher Taktfrequenz vor allem engineerte Produkte entwickelt werden, die im individuellen Anforderungsfall einen oder mehrere Prozessschritte im Sinne des Kunden optimieren, sei es im Blick auf mehr Sicherheit, sei es im Blick auf das reibungslose Funktionieren der Anlagentechnik. Diese Innovationsfreude hat zur Folge, dass die Norderstedter mit ihren Entwicklungen regelmäßig den Stand der Technik neu definieren und nicht nur im Bereich der nationalen, sondern auch der internationalen Normen häufig den Standard setzen. Viele Normen entstanden nicht zuletzt durch jahrzehntelange Mitarbeit der RS-Ingenieure in nationalen und internationalen Normungsausschüssen. Die ständige Verbesserung und Weiterentwicklung der bestehenden Produkte und die Entwicklung neuer, maßgeschneiderter Lösungen führte bis heute zu einem Teilespektrum von annähernd 14.500 Artikelvarianten. Damit setzen sie um, was Geschäftsführer Dr.-Ing. Jens Reppenhagen als Anspruch formuliert: „Wir wollen in unserem Hochwertsegment für unsere Kunden als Nummer eins erlebbar sein, nämlich dadurch, dass unsere Systeme so reibungslos funktionieren, dass sie nicht bemerkbar sind. Erlebbar Nummer eins wollen wir aber auch sein als Marke, als Unternehmen, als Dienstleister, als Kompetenzträger und als Ansprechpartner in Sachen Armaturentechnik.“


SGA, COSY und RESTAB™: Sicherheit im Dreierpack

Ergebnis dieser engen Verzahnung zwischen Marktanforderungen und RS-Entwicklung sind Lösungen, die über das „Standardprogramm“ an Schlauchkupplungssystemen weit hinausgehen. Und die vor allem nicht nur die Komponente als „Anhängsel“ der Rohr- oder Schlauchleitung sehen, sondern gemäß dem Leistungsversprechen „RS – Die starke Marke im System“ das komplette System inklusive Anschlusstechnik, mechanisch wie der SGA, elektronisch wie COSY, chemisch wie RESTAB™, im Fokus haben.

Ein Beispiel aus der Verladetechnik: der Schlauchgelenkarm SGA, eigens als Hilfe zum sicheren Handling beim Verladen etwa von Chemikalien in Tankwagen und Kesselwagen entwickelt. Der flexible Gelenkarm nimmt das Gewicht der Produktschlauchleitung, ggf. ergänzt durch Gaspendel- oder Energieversorgungsleitungen (Druckluft, Strom) auf und schützt den Schlauch damit zusätzlich vor äußerer mechanischer Beschädigung. Auch schwergewichtige beheizte Schlauchleitungen und Armaturen wurden mit diesem System bereits handhabungskomfortabel installiert. Die spezielle Gelenkmechanik gewährleistet, dass der zulässige Mindestbiegeradius der Schläuche nicht unterschritten wird.
In Verbindung mit den RS-Sicherheitskupplungen sowie zum Beispiel dem Schlauchüberwachungssystem COSY erfüllt das Gesamtsystem höchste Sicherheitsanforderungen.


Stellwerküberwachung im Schlauchbahnhof

Das sensorlose Schlauchüberwachungssystem COSY (Connecting Observation System) überwacht in vielen Betrieben die Anschlussstellen bei der einfachen Verladung bis hin zu „Schlauchbahnhöfen“. Wo gängige Prozessleitsysteme den Kuppelzustand nicht erfassen, sind Fehler programmiert, etwa, dass bei Verladevorgängen vergessen wird, die Gaspendelleitung anzuschließen. Wo COSY installiert ist, würde in diesem Fall ein Signal ausgegeben, das die werkseigenen Warnsysteme aktiviert oder alternativ zum Beispiel eine Pumpe nicht anlaufen lässt. Dass die Überwachung hier ohne Sensorelemente funktioniert, schließt potenzielle Störquellen von vornherein aus: Schmutz, Nässe oder sonstige Umwelteinflüsse beeinträchtigen die Funktionalität nicht.


Mit der „Lanze“ gegen den Supergau

Ein weiteres Beispiel aus dem Bereich der Sicherheit von Lager- oder Prozesstanks: Wenn es etwa bei Chemikalien mit hohem Risikopotential im Lagerbehälter zu ungewollten chemischen Reaktionen bis hin zur Explosion kommt, hilft eine Gemeinschaftsentwicklung der BASF und der  RS-Forschungs- und Entwicklungsabteilung, dass aus dem Risikopotential kein Sicherheitsdesaster wird: das RESTAB™-System zur Restabilisierung von Acrylsäure in Lagertanks. Kern dieses ohne Fremdenergie funktionierenden Notfallsystems ist eine Injektionslanze, über die ein „Inhibitor“ eingebracht wird, der den Polymerisationsprozess definiert stoppt. Das RESTAB™-System funktioniert über eine Treibgaspatrone ohne Fremdenergie (Strom oder Druckluft), was, wie bereits in schweren Brandfällen nachgewiesen, von elementarer Bedeutung ist, wird doch diese in Katastrophenfällen zuerst abgeschaltet, wodurch beispielsweise pumpengetriebene Systeme ausfallen. Beim weltgrößten Chemiekonzern, der BASF, setzt man seit Jahren auf Sicherheit made by RS. Aber es steht zu befürchten, dass immer noch viel zu viele Betriebe unverantwortlicherweise auf chemischen Zeitbomben sitzen, weil sich niemand die Frage gestellt hat, wo im Extremfall was passieren kann. Und vor allem, wie man dann noch reagieren und einen „tickenden Prozess“ noch stoppen kann.


Anspruch: Die starke Marke im System

Der Leistungsslogan ‚RS – Die starke Marke im System’ formuliert schon einen hohen Anspruch an das Produktsystem. „Aber auch dieses Produktsystem“, so Dr. Reppenhagen, „verstehen wir nur als Teil unserer Marke im Gesamtprozess. Es geht um ein strategisch ausgerichtetes, konzeptionelles Mehrwertsystem, das u. a. Dienstleistung, Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik und das Zusammenspiel mit unseren Partnern und Kunden einschließt – und zwar aus einem Guss. Unser Anspruch heißt: mehr Innovation, mehr Sicherheit, mehr Umwelt, mehr Nutzen. Und zwar für unsere Endkunden speziell in der Pharma- und Chemietechnik! Hinter diesem Mehrwert-Konzept stehen Mitarbeiter und Geschäftsleitung von RS, die persönlich für Kundennutzen und Kundenzufriedenheit garantieren. Vor Ort sind es die RS-Spezialisten, die im permanenten persönlichen Dialog mit den Prozessverantwortlichen oder den Sicherheitsbeauftragten stehen, die die einschlägigen Verordnungen von der Betriebssicherheitsverordnung über die TA Luft ebenso kennen wie die nötigen Zulassungen und Prüfungen. Sie kommen gerne ins Haus, um zum Beispiel Ihre Anlage sicherheits- und prozesstechnisch auf Optimierungsbedarf abzuklopfen.“


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